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Anders gelesen
Essays zur Literatur
Hannover
(Wehrhahn Verlag) 2011.
ISBN 978–3–86525–243–2

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Essays zur Literatur
Hannover (Wehrhahn Verlag) 2011.
ISBN 978–3–86525–243–2

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Inhalt:

Wann literarische Texte "anders gelesen" werden

9

   
Romanhafte "Redevielfalt" in Thomas Morus` Utopia
und die Unentbehrlichkeit eines utopischen Denkens

15

   
Mein afrikanischer Heine.
Über ein "doppeltblickendes" Lesen

35

   
Shashi Tharoors Großer Roman Indiens
"liest" das altindische Epos
Mahabharata

44

   
Volk ohne Raum von Hans Grimm oder:
Wann wird Afrika in die Unabhängigkeit von
Phantasiebildern entlassen?

56

   
"Postkoloniales" im präkolonialen Deutschland.
Wie das Neue in eine Interkulturelle
Literaturwissenschaft kommt

78

   
Depp im globalen Dorf? Lokales Wissen
und das Wissen der Wissenschaft

92

   
Lesen Reisen Schreiben . Wie Hubert Fichtes wichtigste
Fortbewegungsarten einander gesteigert haben

111

   
Doktor Schiwago anders gelesen.
Hans Mayers Leipziger Selbstbehauptung

123

   
Ein Roman und sein Doppelgänger.
Sieben Anmerkungen zu Martin Walsers
Roman
Tod eines Kritikers

131

   
Eiskalter Krieg. Hermann Broch und Friedrich Schiller
zum "Zerfall" der Ökonomie nach dem Ende
des Kalten Krieges

150

   
Hinweise

157



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Text auf der Umschlagrückseite:


Mit dem Titel des Buches wird nicht zu verstehen gegeben, der Verfasser dieser Essays zur Literatur lese anders als Andere. Das tut, einen literarischen Text lesend, jeder. Dargelegt wird vielmehr, wie ein Text anders gelesen wird, wenn man ihn in einem neuen Licht, in einer besonderen Konstellation, mit bestimmten Erwartungen liest; auch wenn er in Kontexte gerät, die ihm ›von Haus aus‹ fremd sind.

Es beginnt damit, dass Thomas Morus' Utopia nicht als staatsphilosophisches Lehrstück, sondern als ›redevielfältig‹ organisierter Roman gelesen wird: als Roman darüber, wie unentbehrlich für den Meinungsstreit über die ›beste Staatsverfassung‹ Inspiration und Orientierung durch ein utopisches Denken sind. Daran schließt sich eine Reihe anderer Beispiele für eine durch verschiedene Umstände veränderte Wahrnehmung literarischer Texte an.

Zum Schluss werden die von Hermann Broch in seiner Schlafwandler-Trilogie entwickelten Thesen über eine ›Zerfällung der Welt in Einzelwertgebiete‹ und Schillers Analysen gesellschaftlicher Trennungsprozesse in seinen Briefen Über die ästhetische Erziehung des Menschen so ineinander geschoben, dass sie Finanzmarkt-Turbulenzen aus kulturtheoretischer Sicht als chronisch werdende Folge der ungebremsten Radikalisierung einer ökonomischen Avantgarde deuten.
     
     
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